Mais-Dammkultur

Durch das pfluglose, besonders bodenschonende Verfahren der Mais-Dammkultur werden schwierige Bedingungen wie Staunässe, schwer zu bearbeitende Böden und langsame Erwärmung ausgeglichen. Durch diese Bearbeitungsweise wird ein leichterer Boden simuliert.

 

Die Bodenbearbeitung erfolgt nur mit einem Arbeitsgang, der sich in folgende Phasen unterteilen lässt:

- Lockern der Maisreihen mit einer Tiefe von 25 – 45 cm

- Dammhäufelung mit 75 cm Reihenabstand

- Rückverfestigung mit einer Packerwalze in V-Form

- Maisaussaat mit angehängtem Einzelkornsägerät

- ggf. mit Unterfußdünger oder Granulat

 

Bei der Mais-Dammkultur müssen die Flächen im Herbst nicht gepflügt werden. Für dieses Verfahren sollte der Boden ca. 10 cm tief eine feinkrümelige Beschaffenheit haben. Eine flache Stoppelbearbeitung durch z. B. eine Kurzscheibenegge zur Gülleeinarbeitung reicht aus.

 

Die Schare des Geräts lockern den Boden bis unter die alte Pflugsohle auf, alte Bodenverdichtungen werden beseitigt. Durch die Tiefenlockerung wird einerseits Staunässe vermieden, was sich wachstumsfördernd auswirkt. Andererseits wird für eine bessere Kapillarführung gesorgt, was bei anhaltender Trockenheit von Vorteil ist. Selbst bei Starkniederschlägen läuft das Wasser über die Furchen zwischen den Dämmen schnell ab, ein Verschlämmen wird so verhindert. Der tiefgelockerte Boden schafft mehr Raum für eine gute Wurzelbildung der Maispflanzen.

 

Die obere, nährstoffreiche Bodenschicht wird zu einem Häufelkörper geformt. Der Boden ist zunächst nährstoffreicher als bei konventionellen Verfahren, da die zuvor oberflächlich aufgebrachten Nährstoffe (Gülle/Mineraldünger) durch das Anhäufeln in die Dämme gelangen. Dieses sorgt für eine höhere Nährstoffeffizienz, da ein Auswaschen der Nährstoffe weitgehend verhindert wird.

 

Wichtig ist das folgende Verfestigen des Damms durch eine V-förmige Packerwalze. Das sorgt für eine guten Erosionsschutz sowie eine gute Wasserführung. Da die Nährstoffe nicht so schnell ausgewaschen werden

 

Das Maiskorn wird 7 – 10 cm, ca. doppelt so tief wie bei herkömmlichen Verfahren, in den Damm gelegt. Aufgrund der Dammbildung und somit größeren Oberfläche erwärmt sich die Erde leichter. Die Feuchtigkeit, die das Korn zum Keimen benötigt, dringt von unten zu den Wurzeln und nicht, wie bei der konventionellen Methode von oben. Eine gute Durchwurzelung ist die Folge.

 

Die Geräte sind teilweise mit Düngerkästen oder Microgranulatstreuern ausgestattet, die eine Unterfußdüngung erlauben. Alternativ kann der Dünger vor der Bodenbearbeitung ausgebracht werden. Durch das Anhäufeln gelangt er in den Damm und kommt so der Pflanze zugute.

 

Für eine bedarfsgerechte Versorgung der Pflanzen wird eine Düngung mit 70 bis 80 kg Phosphor/ha empfohlen. Die Düngung kann komplett mit Gülle erfolgen oder durch Mineraldünger erweitert werden.

Sollte der pH-Wert des Bodens vom Richtwert 5,5 bis 6,5 abweichen, wird eine zusätzliche Ausbringung von Microgranulaten empfhohlen, damit der Phosphor für die Pflanze verfügbar ist.

 

Die Maschine hat ein rel. hohes Eigengewicht. Dennoch wurde nachgewiesen, dass durch die Dammkultur die Befahrbarkeit der Bödenim Nachhinein verbessert wird.

 

Leistung: auf leichten Böden ca. 1 Std. für 1 bis 1,5 ha.

 

Sollten Sie an diesem Verfahren interessiert sein, wenden Sie sich an uns.