Gülle/Wirtschaftsdünger


Gülleseparation kann zur Entlastung bei Milchviehbetrieben mit zu geringer Lagerkapazität bzw. zu geringem Flächenbestand beitragen.

 

Dieses geschieht bei

  • beengten Güllelagerkapazitäten durch separate Lagerung bzw. Export des Substrats (Abgabe von Feststoffen)
  • zu hoher Viehdichte durch den Export von organischen Nährstoffüberhängen an Ackerbauern, Biogasanlagen … (Nährstoffentlastung durch Abgabe von Feststoffen)

Weitere Vorteile der Separation:

  • Bessere Ausbringungseigenschaften der Dünngülle (Schleppschläuche) und somit weniger Verschmutzung des Grünlands.
  • Bessere Düngewirkung durch bessere Ausnutzung des Stickstoffanteils (Dünngülle) v. a. auf Grünland in der Vegetationsperiode.

Funktionsweise - Bsp. anhand der Börger-Technik (s. Foto)

Die Feststoffe der angesogenen Rohgülle (1) werden mittels eines Rotorrechens (2) zerkleinert, Feststoffe wie Steine werden abgeschieden. Die Rohgülle gelangt nun durch eine Ansaugpumpe (3) zur Separationseinheit (4), in der die Flüssigkeit durch ein Filtersystem abläuft und ausgeleitet wird (5). Die verbleibende Festmasse wird mittels einer Schnecke in den Presskanal befördert und verdichtet (je nach gewünschtem Trockenmassegehalt). Anschließend wird sie aufgelockert und ausgeworfen (7). Das horizontal und vertikal verstellbare Förderband (8) sorgt für den Abtransport der Festmasse auf den Boden oder einen Anhänger.

Je nach Beschaffenheit der Rohgülle können 80-110 cbm/h separiert werden.

Die Trockenmasse des aus der Gülle separierten Feststoffanteils beträgt in etwa 20-30 %.

 


Wir können Ihnen durch Nährstoffvermittlung helfen

Wenden Sie sich (spätestens) an uns, sobald Sie feststellen, dass bei Ihnen ein Engpass in Puncto Güllelagerraum oder Nährstoffüberhang auftreten könnte.

Wenn das Güllelager überzulaufen droht,

nehmen Sie Kontakt mit der für Ihren Landkreis zuständigen Unteren Wasserbehörde auf. Diese kann, je nach Einzelfall, Sondergenehmigungen, die an Auflagen gebunden sind, erteilen.