Gülle/Wirtschaftsdünger


Wirtschaftdünger

darf ab dem 16.01.2018 auf Einzelantrag auf Grünland aufgebracht werden, wenn die Sperrfrist ab dem 15.10.2017 eingehalten wurde (d. h. es findet keine Verkürzung des Sperrfristzeitraums sondern nur eine Verschiebung statt).

Folgende Auflagen eingehalten werden:

  • Aufbringung nur auf Grünland
  • Max. 60 kg N/ha (Gesamtstickstoff) in der Zeit vom 16.01.-31.01.2018
  • Vermeidung von oberflächigen Nährstoffabflüssen (Witterung/Aufnahmefähigkeit des Bodens)
  • Nährstoffaufnahmefähigkeit des Bodens muss gewährleistet sein (d. h. keine Aufbringung auf wassergesättigtem, gefrorenem oder schneebedecktem Boden)
  • Aufbringung bei gefrorenem Boden ist nur zulässig, wenn er am Tag des Aufbringens durch Auftauen aufnahmefähig wird.
  • Sicherheitsabstände zur Böschungsoberkante von Oberflächengewässern müssen eingehalten werden.
  • Kein Eintrag in Grüppen!

Weitere Informationen sowie den "Sperrfrist Einzelantrag Grünland" finden Sie auf der Internetseite der Landwirtschaftskammer Niedersachsen


Gülleseparation kann zur Entlastung bei Milchviehbetrieben mit zu geringer Lagerkapazität bzw. zu geringem Flächenbestand beitragen.

 

Dieses geschieht bei

  • beengten Güllelagerkapazitäten durch separate Lagerung de  Substrats bzw. Export
  •  zu hoher Viehdichte durch Export von organischen Nährstoffüberhängen an Ackerbauern, Biogasanlagen …

Weitere Vorteile der Separation:

  • Bessere Ausbringungseigenschaften der Dünngülle (Schleppschläuche) und somit weniger Verschmutzung des Grünlands.
  • Bessere Düngewirkung durch bessere Ausnutzung des Stickstoffanteils (Dünngülle) v. a. auf Grünland in der Vegetationsperiode.

Funktionsweise - Bsp. anhand der Börger-Technik (s. Foto)

Die Feststoffe der angesogenen Rohgülle (1) werden mittels eines Rotorrechens (2) zerkleinert, Feststoffe wie Steine werden abgeschieden. Diese Masse gelangt nun durch eine Ansaugpumpe (3) zur Separationseinheit (4), in der die Flüssigkeit durch ein Filtersystem abläuft und ausgeleitet wird (5). Die verbleibende Festmasse wird mittels einer Schnecke in den Presskanal befördert und verdichtet (je nach gewünschtem Trockenmassegehalt). Anschließend wird sie aufgelockert und ausgeworfen (7). Das horizontal und vertikal verstellbare Förderband (8) sorgt für den Abtransport der Festmasse auf den Boden oder einen Anhänger.

Je nach Beschaffenheit der Rohgülle können 80-110 cbm/h separiert werden.

Die Trockenmasse des aus der Gülle separierten Feststoffanteils beträgt in etwa 20-30 %.

 


Wenn das Güllelager überzulaufen droht,

nehmen Sie Kontakt mit der für Ihren Landkreis zuständigen Unteren Wasserbehörde auf. Diese kann, je nach Einzelfall, Sondergenehmigungen, die an Auflagen gebunden sind, erteilen.